Umweltalarm in Kärntner Gemeinde: Wasser verseucht

15. Oktober 2003, 22:52
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Fäkalkeime in Grafensteiner Trinkwasser entdeckt

Umweltalarm gab es Dienstag früh in der Kärntner Gemeinde Grafenstein (Bezirk Klagenfurt-Land): Das Trinkwasser war mit Fäkalkeimen verunreinigt. Betroffen sind 2.600 Einwohner. Auch in der Nachbargemeinde Poggersdorf, die ihr Wasser aus Grafenstein bezieht, wurde die Bevölkerung gewarnt, das Wasser abzukochen.

Proben an mehreren Entnahmestellen erwiesen sich als verunreinigt. Bürgermeister Valentin Deutschmann erklärte auf Anfrage der APA: "Wir wissen noch nicht, wie es dazu gekommen ist, die Proben an der Quelle und im Wasserwerk sind sauber." Es handle sich um keine starke Verschmutzung, betonte Deutschmann, doch müsse erst der Verursacher gefunden werden.

Wasser abkochen<ä>

Ebenfalls betroffen sind die knapp 3.000 Einwohner von Poggersdorf. Bürgermeister Arnold Marbek: "Wir haben sofort reagiert und werden jetzt von Klagenfurt mit Trinkwasser versorgt, bis das Problem in Grafenstein gelöst ist." Diese Alternative ist erst seit knapp einem Jahr überhaupt möglich, da die Gemeinde im Zuge des Kanalbaus an die Wasser-Ringleitung angeschlossen worden sei. Marbek: "Ich bin darüber sehr froh, denn mit dem Wasser aus Grafenstein hat es schon einmal ein ähnliches Problem gegeben, da konnten wir noch nicht ausweichen." Die Bevölkerung sei vorsichtshalber trotzdem aufgefordert worden, das Wasser vorerst abzukochen.

Nun werden die Hochbehälter der Wasserversorgung Grafenstein entleert und die Leitungen gespült. Im Zuge dieser Arbeiten soll die Verschmutzungsquelle gefunden werden, hofft Deutschmann. (APA)

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