Warum kein Rücktritt? - von RAU

27. Oktober 2003, 18:28
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Die Leute von www.der Standard.at haben sich so einen kleinen Scherz erlaubt und auf der Website eine Umfrage gestartet: Warum muss Karl-Heinz Grasser nicht zurücktreten, obwohl er sich Dinge leistet, die nur bei ihm "entschuldbar" sind, beim "kleinen Steuerzahler" aber nicht?

Es waren mögliche Antworten vorgegeben (Mehrfachantworten möglich) und die Ergebnisse sind aufschlussreich: nach dem Stand von Dienstagnachmittag sind 39 Prozent der Leser der Ansicht, Grasser sei noch da, weil "Schüssel ihn halten will". Also sozusagen die geradlinige realpolitische Antwort. 22 Prozent sind schon unernster und sagen: "Weil er so ein Feschak ist." 14 Prozent: "Weil er einen guten Draht zum Kleinformat hat." Rund sechs Prozent sind ebenfalls ironisch: "Weil er ,falsch beraten' wurde" und acht Prozent sind überhaupt auf seiner Seite: "Weil ihm nichts vorzuwerfen ist."

Die satte relative Mehrheit von 45 Prozent meint jedoch: "Weil wir in Österreich und nicht sonst wo sind." DER STANDARD ist laut Mediadaten besonders stark unter den gebildeten und jungen Lesern; derStandard.at hat besonders viele User zwischen 25 und 35. Erstaunlich, dass sich darunter schon so viele abgebrühte Zyniker befinden. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.10.2003)

Siehe

derStandard.at-Umfrage:
"Warum muss Grasser nicht zurücktreten?"

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