Kleinaktionärsvertreter warnt vor "fliegender ÖBB"

15. Oktober 2003, 19:45
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AUA-Streit für Rasinger ein Drama - Kritik an ÖGB, der Piloten den Rücken stärkt

Wien - "Was sich derzeit bei der AUA abspielt, ist für die Kleinaktionäre ein Drama", kommentierte Kleinaktionärsvertreter Wilhelm Rasinger am Dienstag den eskalierten Konflikt zwischen Piloten und Management der börsenotierten Austrian Airlines (AUA). Die jüngsten Entwicklungen seien "verheerend".

Den Kleinaktionären fehle absolut das Verständnis für die Vorgangsweise der AUA-Piloten, da niemand daran interessiert sei, "eine fliegende ÖBB aufrecht zu erhalten", so der Präsident des Interessensverbands für Anleger (IVA). Zahlreiche Kleinaktionäre hätten ihrer "Enttäuschung" und "Frustration" über die jüngsten AUA-Entwicklungen beim IVA Luft gemacht.

"Abgehobene" Gruppe

Angesichts der aktuellen Luftfahrtskrise und des bestehenden Überangebots an Piloten sei es auch "unverständlich", dass die Gewerkschaft nicht mäßigend auf die Piloten - eine Gruppe, die im wahrsten Sinne "zu abgehoben" sei - einwirke, sondern ihnen sogar noch den Rücken stärke. Die Piloten würden derzeit "an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen".

Swissair und Sabena seien Beispiele dafür, dass eine Fluglinie an derartigen Problemen scheitern könne: Fluglinien seien keine "absturzsicheren Fluggeräte". (APA)

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