Wienerberger kauf italienische Ziegelei

17. Oktober 2003, 15:26
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60 Prozent-Anteil an Silt Nord übernommen

Wien - Der österreichische Baustoffkonzern Wienerberger, nach Eigenangaben weltgrößter Ziegelhersteller, hat von der italienischen Familie Tacconi rund 60 Prozent am Hintermauerziegelwerk SILT Nord übernommen und sich eine Option zum Kauf der restlichen Anteile gesichert. Die Fabrik in Terni, nahe Rom, kam 2002 auf eine Jahresproduktion von 200 Millionen Ziegeleinheiten, der Umsatz belief sich auf 13 Mio. Euro, teilte die börsenotierte Wienerberger Dienstagnachmittag mit.

Keine Angaben zum Kaufpreis

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Antonio Tacconi bleibt als Minderheitseigentümer in der Geschäftsführung von SILT, wird gleichzeitig aber in den Vorstand der italienischen Wienerberger-Tochter Wienerberger Brunori einziehen, über die der jetzige Firmenzukauf erfolgt. Wienerberger hat nach eigenen Angaben nun insgesamt fünf Werke in Italien. Mit der Übernahme von SILT erschließe man sich erstmals den Großraum Rom als Absatzgebiet, wie es hieß.

Italien sei ein traditionelles Ziegelland, in dem Ziegel einen Anteil von mehr als 85 Prozent im Markt für Wandbaustoffe hätten. Zudem habe sich dort in den vergangenen Jahren auch die Bautätigkeit erholt, verweist man im Wienerberger-Konzern auf einen aufstrebenden Markt. Die Zahl der fertig gestellten Wohnungen sei von rund 190.000 auf 240.000 Wohneinheiten pro Jahr gestiegen. (APA)

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