Betriebrat skeptisch zu Angebot des Vorstands

14. Oktober 2003, 16:04
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Wegen Verwarnungen und Entlassungsdrohung beschränkte Gesprächsbereitschaft - Streikdrohung aufrecht - Minhard: Verhandlungen "von Null" beginnen

Wien - Der AUA-Bordbetriebsrat steht dem Angebot des AUA-Managements, unter Mitwirkung der Soziapartner die Gespräche über Sparmaßnahmen im AUA-Flugbetrieb wieder aufzunehmen, skeptisch gegenüber: "Der Vorstand hat sich nicht bewegt. Es gibt nichts Neues, außer dass die Bedrohung des Personals dazugekommen ist", sagte der stellvertretende Vorsitzender des AUA-Bordbetriebsrats, Karl Minhard, am Dienstag. Daher bleibe die Ankündigung, die Streiks jederzeit wieder aufzunehmen, weiterhin aufrecht.

"Gesprächsbereitschaft in Grenzen"

Da der Vorstand von dem geplanten Einsparungsziel von jährlich 30 Mio. Euro pro Jahr bis 2008 nicht abrücke und Piloten heute zusätzlich verwarnt und mit fristlosen Entlassungen gedroht habe, halte sich die "Gesprächsbereitschaft des Betriebsrats in Grenzen", betonte Minhard: "Wer das Arbeitsrecht nicht ehrt, ist die Verhandlungen nicht wert".

Verhandlungen unter Einbeziehung der Sozialpartner stehe der Betriebsrat zwar im Prinzip positiv gegenüber, aber nur, "wenn wir von Null beginnen". Der AUA-Vorstand habe den Betriebsrat außerdem heute bisher noch nicht kontaktiert und über die weitere mögliche Vorgangsweise informiert. (APA)

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