Germanwings überlegt Standort Wien

19. Oktober 2003, 18:44
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Billigflieger will bis Jahresende Breakeven schaffen

Wien - Die deutsche Billigfluglinie Germanwings, an der Lufthansa mit knapp 25 Prozent beteiligt ist, bilanziert ein Jahr nach dem Jungfernflug positiv. Mit 2,4 Mio. Passagieren und zehn Airbussen sei man die größte deutsche Low-Cost-Airline, bis Jahresende soll der Breakeven für das Gesamtunternehmen erreicht werden, sagte der stellvertretende Geschäftsführer Andreas Bierwirth bei einer Pressekonferenz in Wien.

Neben Köln/Bonn und Stuttgart ist der Carrier derzeit auf der Suche nach einem dritten Standort, wobei auch Wien und Bratislava "sehr genau beobachtet" würden, so Bierwirth. Beim Flughafen Wien hoffe man auf ein Entgegenkommen bei den Gebühren, die mit 15 bis 18 Euro reinen Landegebühren nach wie vor sehr hoch seien.

Köln-Wien als Herz

Die Destination Köln-Wien wird als einzige ausländische Destination im Portfolio dreimal täglich sieben Tage in der Woche bedient und gehört mit 232.000 Passagieren zur wichtigsten Verbindung im Streckennetz. Im Sommerflugplan des kommenden Jahres sollen neben Prag und Budapest auch eine Destination in Polen und drei bis vier Flughäfen in Skandinavien in das Streckennetz aufgenommen werden. Derzeit fliegt die Airline 22 Destinationen an.

Auch bei der Bordverpflegung und dem Unterhaltungsprogramm könnten Neuerungen erwartet werden, so Bierwirth. So werde es neben einer Auswahl an "Happy Snacks" auch eine "Happy Hour" mit Cocktailangebot geben. Autorenlesungen oder Popkonzerte seien ebenso fix eingeplant wie der erste Spieleabend über den Wolken am 16. Oktober auf der Strecke Köln-Dresden. (DER STANDARD Printausgabe, 15.10.2003, APA)

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