Korei: Geplante "Eingrenzung" von Palästinensern "offene Aggression"

15. Oktober 2003, 10:26
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15 Terrorverdächtige sollen aus dem Westjordanland verbannt werden

Jerusalem/Ramallah - Die von den israelischen Militärbehörden beschlossene "Eingrenzung" von 15 palästinensischen Häftlingen aus dem Westjordanland in den Gaza-Streifen ist nach den Worten des palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Korei "eine offene Aggression", die alle Friedensbemühungen zerstöre.

Korei übte am Dienstag in Ramallah scharfe Kritik an der vom Befehlshaber der israelischen Armee im Westjordanland, General Moshe Kaplinski, unterschriebenen Verfügung. Die Männer werden von Israel der Beihilfe zu terroristischen Gewalttaten verdächtigt. Sie befinden sich in so genannter Administrativhaft ohne richterliche Anklage. Die Betroffenen sollen 48 Stunden Zeit haben, gegen ihre "Eingrenzung" Einspruch vor israelischen Gerichten einzulegen.(APA/dpa)

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