Rugova bekräftigt Wunsch nach Unabhängigkeit des Kosovo

14. Oktober 2003, 16:31
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Provinz soll nach Vorstellung des kosovarischen Präsidenten in EU und NATO integriert werden

Wien - Der Präsident des Kosovo, Ibrahim Rugova, hat beim ersten serbisch-albanischen Treffen seit dem Krieg 1999 den Wunsch nach Unabhängigkeit bekräftigt. Der Kosovo müsse "demokratisch, friedlich und unabhängig" sein und in die EU und NATO integriert werden - "unter permanenter Freundschaft mit den USA", sagte Rugova laut Redetext zum Auftakt des serbisch-albanischen Dialogs am Dienstag in Wien.

Auch wenn die Zukunft entscheidend sei, dürfe die Vergangenheit nicht vergessen werden." Ich hoffe, dass sich Serbien eines Tages für die Massaker während des Krieges im Kosovo entschuldigen wird", sagte Rugova. Über die Entwicklung in der von der UNO verwalteten und offiziell zu Serbien gehörenden Provinz seien in den vergangenen vier Jahre "enorme Fortschritte" erzielt worden, so etwa in den Bereichen Sicherheit, demokratische Konsolidierung, Wirtschaft und auch Flüchtlingsrückkehr. Die Rückkehr von etwa 7.000 nichtalbanischen Flüchtlingen bezeichnete Rugova als "signifikanten" Fortschritt. (APA)

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    Der Chef der UN-Übergangsverwaltung, Harri Holkeri, begrüßt den Präsidenten des Kosovo, Ibrahim Rugova, zu den ersten serbisch-kosovarischen Gesprächen in Wien.

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