Chefinnen der Höfe

29. Oktober 2003, 13:50
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Frauen führen die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe

Wien - "Die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Naturverbundenheit und eine selbstbestimmte Lebensgestaltung machen das Leben als Landfrau in Österreich attraktiv", lautet das Ergebnis einer Fessl-Umfrage, bei der 40 Prozent der Bäuerinnen ihre Zufriedenheit angegeben hätten. Möglicherweise ist dabei die relativ selbstbestimmte Arbeitsweise relevant. Denn etwa die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich wird von Frauen geführt: von 30 Prozent im Alleingang, 20 Prozent teilen die Arbeit mit ihren Ehemännern.

Politisch unterrepräsentiert

Angesichts dieser Zahlen fällt die fehlende politische Repräsentanz besonders auf, wie Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch bedauert. "In Österreich gibt es zurzeit drei Vizepräsidentinnen in den Landwirtschaftskammern, zwei weibliche bäuerliche Nationalratsabgeordnete, eine Bundesrätin und acht bäuerliche Landtagsabgeordnete. Gemessen an der Bedeutung der Landfrauen für das Vorankommen unserer Branche sind die Frauen in den landwirtschaftlichen Gremien unterrepräsentiert".

Anlässlich des Welttages sollen die Bäuerinnen in Österreich aufgerufen werden, "selbstbewusst politische Ämter anzustreben und über den bestehenden Einflussbereich hinaus ihren Beitrag zum Weiterkommen unserer Gesellschaft zu leisten", meinte Grillitsch abschließend. (red)

Der 15. Oktober ist der Welttag der Landfrauen.
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