Kartenlesegeräte auf dem Vormarsch

21. Oktober 2003, 13:05
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Analysten von Frost & Sullivan erwartet Vervielfachung des Umsatzes

Dem Markt für Kartenlesegeräte wird ein stetiges Wachstum vorhergesagt. Besonders der Umstieg auf den EMV- (Europay/MasterCard/Visa-) Standard sowie öffentlich finanzierte ID-Projekte sollen die Nachfrage nach Lesegeräten weltweit ankurbeln. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan soll das Marktvolumen für Smartcard- und Magnetstreifen-Lesegeräte von 1,17 Mrd. Dollar im Jahr 2002 auf 1,66 Mrd. Dollar im Jahr 2009 ansteigen.

Konvergenz

Als wichtigsten Trend nennt Frost & Sullivan die Konvergenz der Kartenanwendungen. Im Chipkarten-Segment profitieren Endnutzer vom Mehrwert der multifunktionalen Smartcards, im Kontroll-Sektor bieten entsprechende Karten den Vorteil von physischer Zugangskontrolle und Netzwerksicherheit, und nationale ID-Projekte vereinen Banking- und Telekom-Funktionen.

Magnetstreifen

Auch der Sektor der Magnetstreifen-Lesegeräte durchläuft derzeit eine positive Entwicklung, weil der Einsatz von Studentenausweisen und Hotelzimmerschlüsseln im Kartenformat weiter zunimmt. Die Hersteller von Lesegeräten für Hybrid- und Smartcads werden aber vor allem von der Umstellung von Magnetstreifen auf Smartcards im EMV-Bereich profitieren. Bank- und andere Zahlungsterminals sollen bis Jänner 2005 europaweit auf ein System umgestellt werden, das sowohl Magnetstreifenkarten als auch Smartcards lesen kann. Laut Analyse soll die Anzahl der Einheiten für Hybridcards-Lesegeräte in Europa zwischen 2002 und 2005 jährlich um 23 Prozent zunehmen.

Homebanking als Wachstumsmarkt

Ein weiterer großer Wachstumsmarkt in Europa ist der Sektor für Homebanking. Aufgrund der Bedenken in Bezug auf Netzsicherheit stellen viele Banken mittlerweile von der PIN-basierenden- auf die kartenbasierende Authentifizierung um, was die Umsätze im Markt für Kartenlesegeräte weiter vorantreibt.

Aufgrund sinkender Preise ist zwar mit einem besseren Absatz, aber gleichzeitig auch mit schrumpfenden Margen für Kartenlesegeräte zu rechnen. "Bei dieser Entwicklung die Gewinnspannen aufrecht zu erhalten, dürfte eine der schwierigsten Herausforderungen sein, denen sich die Hersteller von Lesegeräten in den nächsten Jahren stellen müssen," warnt Frost & Sullivan-Research-Analyst Karthik Nagarajan.(pte)

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