Tod durch Luftverschmutzung

20. Oktober 2003, 12:42
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Jährlich sterben 1,5 Millionen Asiaten infolge verpesteter Luft - Bevölkerungsanstieg schneller als infrastrukturelle und wirtschaftliche Entwicklung

Manila - Die Luftverschmutzung in asiatischen Großstädten führt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu mehr als 1,5 Millionen Todesfällen pro Jahr. Eine halbe Million Sterbefälle könnten auf Partikel und Schwefeldioxid in der Luft zurückgeführt werden, teilte das WHO-Büro in der philippinischen Hauptstadt Manila am Dienstag mit. Insgesamt würden mehr 1,5 Millionen Menschen an Krankheiten sterben, die durch die Luftverschmutzung verursacht wurden. Asien zählt laut WHO mehr als die Hälfte der weltweiten Stadtbewohner.

Bevölkerungsanstieg schneller als wirtschaftliche Entwicklung

Während die Zahl der Stadtbewohner in Asien rapide ansteige, blieben die wirtschaftliche Entwicklung sowie der Ausbau von Infrastruktur und Dienstleistungen dahinter zurück, erklärte die WHO. Die Folge seien nicht nur Krankheiten, sondern auch die Zunahme von Verbrechen, Gewalt, Armut, Umweltzerstörung sowie ungesunde Lebensweisen. Hauptleidtragende seien die Armen, die sich keinen angemessenen Wohnraum mit guten sanitären Einrichtungen leisten könnten. (APA/AFP)

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