UTA kooperiert mit Deutscher Telekom

21. Oktober 2003, 14:14
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Alternativer Telekom-Anbieter lagert IT-Teile an deutsche T-Systems aus

Wien - Der größte alternative Telekom-Anbieter Österreichs, die UTA, kooperiert mit der Deutschen Telekom. Nach mehr als dreimonatigen Verhandlungen hat die UTA mit der Deutschen Telekom-Tochter T-Sytems einen Rahmenvertrag über eine künftige Zusammenarbeit im Mietleitungsgeschäft und einen Outsourcing-Vertrag über die Auslagerung von Teilen der IT unterzeichnet, teilte die UTA am Dienstag mit.

Der Outsourcing-Vertrag, der per 1. Oktober abgeschlossen wurde, umfasst Service und Betrieb des UTA-internen User Helpdesk sowie die Bereiche SAP, Backup, Storage und Archivierung. Betroffen sind davon fünf UTA-Mitarbeiter, die T-Systems übernehmen will.

Zum Kooperationsvertrag im Mietleitungsgeschäft gibt sich die UTA zurückhaltend. Über inhaltliche und finanzielle Details hätten die Unternehmen der nunmehrigen Vereinbarung aber Stillschweigen vereinbart, sagte UTA-Sprecher Martin Halama am Dienstag auf APA-Anfrage. Es gebe aber "die Absicht, die Kooperation in Hinkunft noch zu verstärken".

Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, dass die Deutsche Telekom die UTA zur Gänze übernehmen könnte. Mit 250 Mio. Euro wurde sogar schon ein Verkaufspreis für das Unternehmen gehandelt. Halama wollte die Verkaufsgerüchte am Mittwoch nicht kommentieren. Eine Kapitalverschränkung mit T-Systems gebe es aber nicht, betont der UTA-Sprecher.

Derzeit gehört die UTA der Raiffeisen und acht Landesenergieversorgern. Die VTÖB (eine Vereinigung österreichischer Energielandesversorger bestehend aus Bewag, EVN, Kelag, Energie AG, Steweag, Tiwag, VKW und WStW) hält 75 Prozent minus 1 Aktie, die ECOT Internet Holding RZB (Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien, Raiffeisenlandesbank Steiermark und UNIQA) 25 Prozent plus 1 Aktie. (APA)

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