Österreichs Journalisten sind für Korruption nicht sehr anfällig

21. Oktober 2003, 13:28
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US-Studie: Die aufrichtigsten Journalisten sind in Finnland, die korruptesten unter anderem in China

Die Journalisten der österreichischen Printmedien gehören weltweit zu jenen, die am wenigsten für die Korruption anfällig sind. Laut einer US-Studie, bei der 66 Länder berücksichtigt wurden, befindet sich Österreich gemeinsam mit USA, Kanada, Belgien, Holland und Schweden an fünfter Stelle. Italien befindet sich mit Irland und Israel an siebenter Stelle, Spanien an achter und Frankreich an zehnter Stelle.

Die Studie mit dem Titel "International index of bribery for news coverage" der Professoren Dean Kruckeberg der Northern Iowa University und Katerina Tsetsura der Purdue University (Indiana) erstellt die Rangordnung auf der Grundlage der Bereitschaft der Journalisten, im Gegenzug für Gefälligkeitsartikel Geld von öffentlichen Bediensteten oder Geschäftsleuten zu verlangen oder anzunehmen.

Wo Korruption am weitesten verbreitet ist

Am meisten verbreitet ist diese Art der Korruption laut Studie in China, Saudi Arabien, Vietnam, Bangladesch und Pakistan. Am aufrichtigsten sind die Journalisten dagegen in Finnland (1. Platz), Dänemark Neuseeland und der Schweiz, die sich an zweiter Stelle befinden, Deutschland, Island und Großbritannien an dritter Stelle, sowie Norwegen an vierter Stelle. Die Rangliste wurde auf der Grundlage eines Punktesystems erstellt, woraus sich erklärt, dass sich manchmal mehrere Länder in derselben Position befinden.

Die Studie wurde von der türkischen Zeitung "Hürriyet" gesponsort. Am Montag wurde sie auch in französischen Medien publiziert. (APA)

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