Inventur für deutsche Kultur

17. Oktober 2003, 12:07
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Kommission macht Bestandsaufnahme zur Kunst und Kultur und definiert "kulturelle Grundversorgung"

Berlin - Die Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland" des Deutschen Bundestages hat sich am Montag konstituiert. Die Kommission soll eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation von Kunst und Kultur in Deutschland vornehmen und politische Handlungsempfehlungen geben. Schwerpunktthemen dabei sind die öffentliche und private Kulturförderung, die wirtschaftliche und soziale Lage der Künstler sowie "Kultur als Standortfaktor".

Letzte Analyse liegt 28 Jahre zurück

Die Einsetzung einer Enquete-Kommission des Bundestages "Kultur in Deutschland" wurde vom deutschen Parlament am 3. Juli 2003 einstimmig beschlossen. Sie soll ihren Bericht bis zum Herbst 2005 vorlegen. Die Kommission erhielt einen umfangreichen Untersuchungsauftrag, um einen aktuellen Überblick über die Situation von Künstlern und Kultureinrichtungen in Deutschland vorzulegen. Die letzte umfassende Analyse dazu liegt 28 Jahre zurück.

"Kulturelle Grundversorgung"

In dem Auftrag heißt es unter anderem, die Kommission solle zeigen, "was "Kultur in Deutschland" heute ausmacht und worin der zu schützende und weiter zu entfaltende Reichtum unserer Kultur besteht". Vor dem Hintergrund "der bedrohlichen finanziellen Lage der Kommunen und des sich verstärkenden Drucks auf ihre Kulturhaushalte" soll die Kommission zunächst die Situation von Theatern, Orchestern, Museen, Bibliotheken, Gedenkstätten, Ausstellungshäusern und soziokulturellen Zentren analysieren und auch das Besucherinteresse ermitteln. "In diesem Zusammenhang muss die Kommission auch näher bestimmen, was legitimerweise zur kulturellen Grundversorgung gezählt werden muss und wie diese sich sichern lässt." (APA/dpa)

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