SPÖ: Regierung setzt auf Verzögerung

14. Oktober 2003, 17:02
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Kuntzl: "Außer Spesen nichts gewesen"

Wien - "Außer Spesen nichts gewesen", lautete am Montag der Kommentar von SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl zum Ergebnis des Runden Tischs zur Kinderbetreuung. Die Regierung setze auf Verzögerung und lasse wertvolle Zeit verstreichen, kritisierte Kuntzl in einer Aussendung. Der Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen sei bereits von der Statistik Austria ermittelt worden: "Durch Clearing-Stellen kriegt kein Kind einen Betreuungsplatz."

Kuntzl weiter: "Anstatt die dringend benötigten Geldmittel für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen, setzt die Regierung auf Verzögerungstaktik. Und beweist damit, dass ihr andere Bereiche, die ein Vielfaches kosten, wichtiger sind - beispielsweise die Abfangjäger. Da heißt es Speed kills und es kann es gar nicht schnell genug gehen."

Die SPÖ hingegen habe ein "klares Konzept" zum Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen: Einerseits soll es einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz geben. Und andererseits sollen mit Weiterführung der Kindergartenmilliarde 20.000 Kinderbetreuungsplätze jährlich errichtet werden. (APA)

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