AMD, Infineon und DuPont nehmen Fotomasken-Fabrik in Betrieb

20. Oktober 2003, 14:33
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360 Mio. Euro schweres Joint-Venture-Projekt gestartet

In Dresden haben am Montag der Halbleiterkonzern Infineon Technologies, der US-Chip-Hersteller AMD und der US-Halbleiterausrüster DuPont Photomasks ein gemeinsam errichtetes Werk zur Herstellung von Computerchips in Betrieb genommen. Die Fabrik, an der die drei Konzerne zu gleichen Teilen beteiligt sind, soll Pionierforschung im Bereich der Nanoelektronik leisten.

Das neue Werk mit Namen Advanced Mask Technology Center (AMTC) gilt als ein weltweit führendes Zentrum für Entwicklung und Pilotproduktion künftiger Chip-Generationen. Mit lithographischen Masken werden Siliziumscheiben (Wafer) belichtet, aus denen wiederum Microchips "geschnitten" werden. Je kleiner die Strukturbreiten der Masken sind, um so kleiner und leistungsfähiger können die Chips ausfallen.

Die Gesamtinvestition für das zum Teil vom Bund geförderte Zentrum soll sich in den nächsten Jahren auf rund 500 Mio. Euro belaufen, bisher sind 360 Mio. Euro in die Fabrik geflossen.

Langfristig

Vom Erreichen eines Meilensteins, um "unsere technologische Führerschaft in der Halbleiterindustrie langfristig zu sichern und auszubauen", sprach Infineon-Vorstandsmitglied Peter Fischl am Montag. Die Zusammenarbeit mit AMD und DuPont schaffe eine herausragende Technologieallianz. Diese Kooperation sei zukunftsweisend, denn sie senke nicht nur die Kosten in dieser kapitalintensiven Branche, sondern bündele auch das Wissen von drei führenden Konzernen in Dresden.

Der Geschäftsführer des neuen Werks, Markus Dilger, wies darauf hin, dass das Maskenzentrum zur Entwicklung der Fotomasken-Technologie mit 15 Firmen und sechs Forschungseinrichtungen zusammenarbeite.

Neben dem AMTC, wo 130 Mitarbeiter Fotomasken bis zur Pilotproduktion entwickeln, hat DuPont am gleichen Standort eine Firma gebaut, in der die Masken in Serie gefertigt werden. Das Unternehmen will dafür in den nächsten fünf Jahren rund 140 Mio. Euro investieren. Das AMTC und die DuPont Fotomaskenfabrik sind in einem Gebäude untergebracht. Infineon selbst werde seine eigene Fotomaskenherstellung in München im nächsten Jahr schließen, sagte Fischl. (Reuters)

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