ÖVP-Steindl fordert vom Bund 100 Mill. Euro

13. Oktober 2003, 18:18
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"Wenn sich der Bund schon um Angelegenheiten kümmert, die nicht in seine Zuständigkeit fallen..."

Eisenstadt - Es sei zwar etwas überraschend, dass seitens des Bundes nicht die zuständigen Mitglieder der Landesregierungen eingeladen wurden, aber er sehe es als positives Zeichen, dass der Bund Mittel zur Verfügung stellen werde, kommentierte Burgenlands LHStv. Franz Steindl (V) den für Montag angesetzten Kinderbetreuungsgipfel. Eine andere Interpretation dieses Gipfels sei nicht möglich, denn sachlich und fachlich sei das Kinderbetreuungswesen Landes- bzw. Gemeindesache.

"Wenn sich der Bund schon um Angelegenheiten kümmert, die nicht in seine Zuständigkeit fallen, dann fordere ich eine entsprechende finanzielle Hilfe durch den Bund", so Steindl weiter. Der ÖVP-Politiker verlangte konkret 100 Mill. Euro jährlich. "Sollte kein derartiges Ergebnis herauskommen, dann müsse man sich fragen, ob Gipfelgespräche nur zur Schaffung medialer Seifenblasen dienen."

Zwar sei das Burenland in der Kinderbetreuung im absoluten Spitzenfeld, allerdings gebe es aber auch hier natürlich noch einiges zu tun. Steindl: "Ich will das Burgenland zum familien- und kinderfreundlichsten Land machen."

Vor allem in der Betreuung der unter dreijährigen Kinder besteht laut Steindl noch einiger Bedarf. Außerdem soll die Förderung im Kindergartenbereich auch auf die Horte - also auf die Betreuung schulpflichtiger Kinder - ausgeweitet und mindestens eine Helferin pro Kindergarten installiert werden. Auch der beitragsfreie Kinderbetreuungsplatz für einkommensschwache Familien bleibt ein Ziel Steindls. (APA)

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