Montezemolo bleibt Ferrari erhalten

31. Oktober 2003, 10:43
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"Ich habe Ferrari mein Leben gewidmet"

Maranello - Ferrari-Präsident Luca Cordero di Montezemolo hat am Montag nach dem triumphalen Ende der Formel 1-Weltmeisterschaft in Suzuka italienische Medienindiskretionen dementiert, nach denen er die Autogruppe verlassen könnte, um sich an die Spitze des einflussreichen italienischen Unternehmerverbands "Confindustria" zu stellen. "Ich habe mich für einen Lebensweg entschieden und beschlossen, mich ganz Ferrari und Maserati zu widmen", meinte Montezemolo am Montag im Interview mit dem italienischen Radiosender "Radio Anch'io Sport".

"Die Saison war lang und man spürt die Müdigkeit. Doch alles vergeht, wenn man an das Team und an die nächste Herausforderung denkt". Montezemolo bestritt auch, dass Ferrari-Starpilot Michael Schumacher seine Karriere beenden könnte: "Er war überglücklich, von einem Ende der Karriere ist nicht die Rede. Schumacher ist der größte Pilot der Formel 1. Er hat mehr als alle anderen Piloten gesiegt. Auch Barrichello war außerordentlich gut. Ich hatte es (Sportdirektor) Jean Todt gesagt: Barrichello wird in der letzten Phase entscheidend sein und er ist es auch gewesen", so Montezemolo.

Der Ferrari-Boss erklärte, er habe auch von Niki Lauda am Sonntag nach dem Triumph Glückwünsche erhalten: "Laudas Anruf hat mich sehr gefreut. Einen der schönsten Tage meines Lebens habe ich im September 1975 in Monza erlebt, als Ferrari mit Lauda Weltmeister geworden ist."

"Es ist schwierig, zu siegen. Es ist noch schwieriger, es zu wiederholen und auf höchstem Niveau zu bleiben. Noch niemand hatte bisher zum fünften Mal in Folge den Konstrukteurstitel und zum vierten Mal den Pilotentitel erobert. Dabei waren die neuen Regeln entworfen worden, damit Ferrari nicht weiterhin dominiert. Mit diesen Regeln zu siegen, ist doppelt viel wert", so Montezemolo.(APA)

  • Montezemolo bleibt Ferrari treu.

    Montezemolo bleibt Ferrari treu.

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