Das Microsoft-Betriebssystem Windows

14. Jänner 2000, 14:12

"Windows-Familie" läuft angeblich auf 90 Prozent der PCs

Hamburg - Ohne ein Betriebssystem läuft kein Computer: Es überwacht den Ablauf der Anwendungsprogramme und stellt die Schnittstelle zu den Funktionen der Chips und Platinen dar. Falls ein Textprogramm beispielsweise ein Dokument drucken möchte, nimmt es Funktionen des Betriebssystems in Anspruch, die den Auftrag an den Drucker weiterleiten.

Das Betriebssystem Windows wurde von Microsoft erstmals 1985 vorgestellt und wurde 1990 mit der Version 3.0 marktfähig. Es brachte die bereits von Apple angewandte grafische Benutzeroberfläche mit Fenstern und Maussteuerung in die Microsoft-Welt. Windows war zunächst als Zusatz zum alten Betriebssystem MS-DOS (Microsoft Disk Operating System) gedacht. In heutigen Versionen kommt es zwar weitgehend ohne alte DOS-Funktionen aus, kann aber nicht vollständig auf sie verzichten.

Mit Millionen-Aufwand führte Microsoft 1995 "Windows 95" ein, dessen Nachfolger "Windows 98" heute in den Regalen steht. Die "Windows"-Familie - komplettiert von "Windows NT" für Unternehmens-Netzwerke - läuft Schätzungen zufolge auf 90 Prozent aller Personal Computer.

In Kürze soll "Windows 2000" eingeführt werden, das erstmals ohne DOS-Code auskommt. Verkaufsstart soll weltweit am 17. Februar 2000 sein. Neben dem äußerst umfangreichen Programmcode, der viel Speicherplatz kostet, sorgten vor allem häufige Abstürze und komplizierte Bedienung immer wieder auch für Ärger bei Anwendern. Gleichzeitig begründete Windows durch seine weite Verbreitung einen Quasi-Standard für die moderne Software-Industrie.

Das Betriebssystem ist Grundlage für den enormen Erfolg der gesamten Programm-Palette von Microsoft: Da das Unternehmen den Programmcode nicht vollständig offen legt, sind manche Funktionen nur durch hauseigene Programme perfekt zu nutzen. Diese enge Verknüpfung sorgte immer wieder auch für juristischen Streit. (APA/dpa)

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