Austria zu Gast an der Kultstätte

14. Oktober 2003, 11:09
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Mittwoch in Dortmunder Westfalenstadion - Größte Stehplatztribüne Europas bietet 25.000 Fans Platz - 50.000 Fans werden erwartet

Dortmund - Fußball in Dortmund bedeutet Gänsehaut-Atmosphäre pur. Das Westfalenstadion, in dem am Mittwoch (20:30 Uhr) im Erstrunden-Rückspiel des UEFA-Cups der ÖFB-Meister Austria Wien antritt, gilt nicht umsonst als "tollste Bude der Bundesliga", "Kultstätte" und "Märchenbühne". 83.000 Fans finden nach dem Ausbau der Arena in der deutschen Meisterschaft Platz, bei internationalen Partien stehen im WM-Stadion-2006 67.000 Sitzplätze zur Verfügung. Für die Partie gegen den österreichischen Meister werden knapp über 50.000 Anhänger erwartet.

76.875 Zuseher im Schnitt

In der Bundesliga-Saison 2002/2003 waren bei 17 Heimspielen insgesamt 1.153.600 Zuschauer (Schnitt: 67.860) zu Gast im BVB-Tempel und sorgten damit für einen überlegenen deutschen Rekord. Der jedoch bereits in diesem Jahr wieder pulverisiert werden wird. Denn mit einem Schnitt von 76.875 Zuschauern führt Dortmund die aktuelle Zuschauer-Tabelle der laufenden DFB-Bundesliga unangefochten vor Meister Bayern München (63.000) und dem Erzrivalen Schalke 04 (61.143) an.

Größte Stehplatztribüne Europas

Prunkstück des erst kürzlich für 40 Millionen Euro ausgebauten, größten Stadions des Landes ist die Südtribüne, die größte Stehplatztribüne Europas, die in der Bundesliga 25.000 gelb-schwarzen Fans Platz bietet. Dort geht u.a. dank der Mitglieder der 500 eingetragenen Fanklubs sowie der 17.000 BVB-Mitglieder bei jedem Heimspiel richtig die Post ab.

Feiersinger kennt das Gefühl

Das kann auch Wolfgang Feiersinger bestätigen, der Salzburger stand als einziger Österreicher zwischen 1996 und 2000 in der BVB-Reihen. "Diese Fans sind nicht nur in Deutschland die Besten. Sie zählen zu den Top-3 der Welt. Ich weiß, wovon ich spreche", erklärte Feiersinger, der im Laufe seiner Karriere gegen Kaliber wie Inter Mailand, AC Milan, Real Madrid, Manchester United oder Ajax Amsterdam gespielt hat.

Heim-Niederlagen sind rar

Das Flair einer der schönsten Arenen Europas, das anlässlich der WM 1974 erbaut wurde, verleiht natürlich auch sportlich Flügel. In der laufenden Meisterschaft hat der BVB in vier Heimspielen ebenso oft gewonnen (10:2-Tore), in der Vorsaison hatte es in 17 Partien in der "Fußball-Oper" lediglich eine einzige Niederlage gesetzt, nämlich ein 1:2 am 5. April 2003 gegen Werder Bremen. Ein Resultat, dass die Austrianer zumindest in die Verlängerung retten würde.

Hilfe für Nationalteam

Auch die deutsche Nationalmannschaft weiß, was sie am Westfalenstadion hat. Wenn es brenzlig wird, wie etwa vor dem 2:1 in der EM-Qualifikation gegen Schottland, heißt der Spielort oft Dortmund. Zurecht, denn die DFB-Auswahl ist in der "Festung" Westfalenstadion noch unbezwungen: 12 Länderspiele, elf Siege, ein Remis und 54:6 Tore! Nicht nur beim 2:1 über die Schotten, sondern u.a. auch beim 4:1 im WM-Quali-Playoff-Duell mit der Ukraine erwies sich das Stadion an der Strobelallee als riesige Motivationshilfe.

3.450 VIP-Plätze

Längst spielt die Dortmund-Heimstätte, die allein 3.450 VIP-Plätze beinhaltet, auch bei den Organisatoren der WM 2006 eine zentrale Rolle. Die Deutschen könnten beim Titelkampf im eigenen Land zwei von drei Vorrundenpartien in Dortmund bestreiten. Die Vergabe eines Halbfinales in die Revierstadt gilt als ausgemachte Sache.

Austria ohne Verlaat

Fußball-Meister Austria Memphis Magna muss am Mittwoch auf Frank Verlaat verzichten. Die Rippenprellung, die der Niederländer beim 3:0-Sieg gegen den FC Kärnten in der heimischen Meisterschaft erlitten hatte, ist nach wie vor nicht abgeklungen, teilte die Vereinsleitung der Wiener am Montagabend mit. (APA)

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