US-Armee beklagt hohe Selbstmordrate unter Soldaten

14. Oktober 2003, 10:18
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In den vergangenen sieben Monaten nahmen sich bereits 14 US-Soldaten das Leben

Washington - Die US-Armee geht den Ursachen der hohen Selbstmordrate bei ihren Soldaten im Irak nach. So entsandte die Armeeführung dafür Psychologen in die Golfregion. Demnach nahmen sich in den vergangenen sieben Monaten 14 US-Soldaten das Leben. Ein Dutzend weiterer Todesfälle in der Armee im Irak sind bisher ungeklärt und könnten ebenfalls auf Selbstmorde zurückzuführen sein, hieß es weiter. Die Armee-Psychiaterin Elspeth Cameron Ritchie sagte, es werde untersucht, ob beim Einsatz im Irak etwas anders laufe als sonst, dem Rechnung getragen werden müsse.

Die meisten der Selbstmorde fallen in die Zeit nach dem 1. Mai 2003, als die offiziellen Kampfhandlungen für beendet erklärt worden waren. Depressionen, harte und gefährliche Lebensbedingungen, die lange Stationierungsdauer sowie der Zugang zu Waffen treiben die Selbstmordrate nach Einschätzung von Experten in die Höhe. Bisher wurden dem Bericht zufolge 478 US-Soldaten wegen psychischer Probleme aus dem Irak nach Hause zurückgeschickt. (APA/AFP)

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