Freies Mediencamp weicht der drohenden Räumung

21. Oktober 2003, 13:31
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Neue Protestformen, um auf die ungelösten Probleme aufmerksam zu machen

Seit 27. Juni steht am Wiener Karlsplatz das Mediencamp als Protest einer breiten Allianz aus Kultur- und Medieninitiativen und als Zeichen gegen die zunehmende Einschränkung der Grundvoraussetzungen der freien Medien, allen voran ihrer Selbstbestimmung und Unabhängigkeit.

Die in der Diskussion am 25. August getätigten Zusagen zur Unabhängigkeit der freien Medieninitiativen sowie über eine rasche und transparente politische Umsetzung von Verhandlungsergebnissen sind unerfüllt geblieben. Eine von Grete Laska (SPÖ) und Christoph Chorherr (Grüne) für Ende September in Aussicht gestellte Entscheidung über den offenen Kanal lässt ebenso auf sich warten, wie die Klarheit über den Fortbestand von Radio Orange sowie die zukünftige Standortsicherung von Public Netbase.

Anstelle dessen liegt dem Mediencamp seit wenigen Tagen eine schriftliche Stellungnahme vor, derzufolge das Containerdorf unmittelbar vor einer behördlichen Räumung steht. Jede polizeiliche Eskalation versucht das Freie Mediencamp zu vermeiden und die ursprünglich auf unbestimmte Zeit ausgelegte Landnahme vorzeitig beenden. Es wird neue Protestformen geben, um auf die ungelösten Probleme aufmerksam zu machen. (sku)

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