Telekomfachmesse ITU startet mit geringem Publikumsinteresse

14. Oktober 2003, 10:48
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IP-Telefonie und UMTS dominierende Themen - Kein UMTS-Netz auf weltgrößter Telekommesse

Am Sonntag öffnete in Genf die weltgrößte Telekommunikations-Fachmesse "ITU Telecom World" ihre Pforten, doch das Interesse des Fachpublikums hielt sich in Grenzen. Dabei hatte beim inoffiziellen Eröffnungstag am Samstag ITU-Generalsekretär Yoshio Utsumi die Telekommunikations-Krise für beendet erklärt. Laut Utsumi befinde sich die ganze Branche im Aufwind. Konzerne wie Alcatel und Nokia haben es trotzdem vorgezogen, nicht zu erscheinen, Und selbst Größen wie IBM und Sony begnügten sich mit kleinen Ständen.

Trends

Zu den Trends: Bei den Handys hält die Miniaturisierung, so präsentierten die Hersteller UMTS-Geräte, die in Größe und Form heutigen GSM-Handys entsprechen. Ob diese Geräte aber auch funktionieren, ließ sich auf der Messe nicht überprüfen, da es am Messegelände keinen UMTS-Empfang gibt. Während die Handys immer kleiner werden, propagierten einige Notebookhersteller Geräte mit 17-Zoll-Bildschirmen und entsprechenden Ausmaßen.

VoIP

Ein weiterer Trend geht hin Richtung Telefonie über das Internetprotokoll (IP), das Kosteneinsparungen und neue Funktionalitäten wie die bessere Einbindung in die Firmen-IT ermöglichen soll. IT-Konzerne wie die beiden US-Giganten IBM und Microsoft versuchen zusehends ins Mobilfunkgeschäft einzusteigen, während Mobilfunknetzbetreiber verstärkt zu IT-Lösungsanbieter mutieren.

Trari

Im Bereich Telemedizin sorgte ein Rettungswagen für Aufsehen, der im Fahrzeug eine High Tech-Einrichtung installiert hat, wodurch während der Fahrt ins Spital bereits Experten aus dem Krankenhaus bei der Behandlung Kranker und Verletzter zugezogen werden können.

Ansprache

Die Eröffnungsreden der ITU hielten Spaniens König Juan Carlos und der Schweizer Bundespräsident Pascal Couchepin. Letzterer wies darauf hin, dass es nach der IT- und Telekom-Krise nun das vornehmliche Ziel sein sollte, den "digitalen Graben" zwischen der armen und reichen Welt zu schließen. Noch immer habe die Hälfte der Weltbevölkerung kein Telefon, beim Internet wäre die Kluft noch größer. Die Fachmesse dauert noch bis 18. Oktober. (APA)

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