Islamische Staaten fordern schnelles Ende der US-Besatzung

14. Oktober 2003, 08:30
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OIC-Treffen in Malaysia unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen

Putrajaya - Die islamischen Staaten haben die USA zu einem raschen Ende der Besatzung in Irak aufgefordert. Beim größten Treffen islamischer Staaten seit den Anschlägen vom 11. September wurden bei dem Treffen der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) am Montag im malaysischen Putrajaya vielfach Forderungen nach einem konkreten Zeitplan für den Abzug der US-Streitkräfte aus dem Golfstaat laut. Der scheidende OIC-Vorsitzende, der katarische Außenminister Hamad bin Yassem bin Jabr el Thani, sagte zur Eröffnung des Treffens, die islamischen Staaten müssten auf einen Zeitplan "zur Beendigung der Besatzung" dringen.

Sein Nachfolger im Amt des OIC-Chefs, der malaysische Außenminister Syed Hamid Albar, betonte, die "ausländische Besatzung" Iraks müsse "so schnell wie möglich" beendet werden. Die Besatzungsmächte müssten "ernsthaft an einem Zeitplan für die Einsetzung einer demokratisch gewählten Regierung arbeiten". Entscheidend sei dabei die "zentrale Rolle der UNO", die das irakische Volk bei der Bestimmung seiner Zukunft und beim Wiederaufbau unterstützen solle.

Die islamische Welt stehe vor "großen Herausforderungen", sagte der malaysische Außenminister. Die Bedrohungen durch "Unilateralismus, Globalisierung und Terrorismus" sowie die angespannte Lage im Nahen Osten und in Irak bedrohten die Existenz der islamischen Staaten. Den jüngsten israelischen Angriff auf das OIC-Mitglied Syrien verurteilte Hamid Albar als "provokativ, arrogant und gefährlich".

Die Konferenz südlich von Kuala Lumpur findet unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Zur Bewachung des Treffens sind mehr als 8000 bewaffnete Polizisten und Soldaten mit Unterstützung von Hubschraubern im Einsatz. (APA)

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