Mazda Austria wird aufgewertet

17. Oktober 2003, 10:56
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Die Ersatzteilversorgung Italiens wird künftig von der Klagenfurter Zentrale aus gemanagt

Klagenfurt - Die Mazda Austria GmbH (MAG) wird aufgewertet: Zusätzlich zu den bisherigen osteuropäischen Exportmärkten bekommt der in Klagefurt ansässige Importeur Anfang Jänner 2004 die Verantwortung über die gesamte Ersatzteileversorgung für Italien übertragen.

Die Entscheidung begründete Dan Morris, seit Mai 2003 Präsident von Mazda Motor Europe (MME), im Gespräch mit dem STANDARD damit, dass in Klagenfurt sämtliche relevanten logistischen Möglichkeiten zur Verfügung stünden. Durch die Abwanderung der Korea-Marke Kia habe man im zentralen Ersatzteilelager die nötigen räumlichen Kapazitäten frei und versorge nun einen Wirtschaftsraum mit 130 Millionen Menschen mit Ersatzteilen.

Echter Wachstumsmarkt

Italien sei ein echter Wachstumsmarkt für die Japan-Marke, nächstes Jahr bringt der südliche Nachbar ein Teile-Umsatzplus von über 20 Prozent, Tendenz stark steigend. Über den Klee lobte Morris die Performance der Klagenfurter. Das MAG-Teil verkörpert mittlerweile gut zehn Prozent von MME, und beim durchschnittlichen Marktanteil in Europa kann man von österreichischen Verhältnissen nur träumen: rund 4,9 Prozent Marktanteil sollten sich bis Jahresende ausgehen, fünf Prozent sind für 2004 und langfristig angepeilt - auf dem alten Kontinent reicht es gerade einmal für 1,3 Prozent, nächstes Jahr sollen es dank fortgesetzter Produktoffensive 240.000 Autos (1,4 Prozent) sein.

Mazda entwickelt sich in Österreich heuer extrem dynamisch, die Kunden machen selbst die ambitionierten Prognosen zur Makulatur, die Steigerung von 47 Prozent hatte niemand erwartet. 14.800 Neuzulassungen sollten heuer insgesamt drinnen sein. Das Umsatzrekordjahr 1992 liegt in Griffweite. 354.927 Mio. Euro hatte Mazda damals erarbeitet, das sollte sich heuer ausgehen. Damit ist Mazda die drittgrößte Kärntner Wirtschaftskraft. Weit entfernt ist man allerdings vom seinerzeitigen Marktanteil von 8,6 Prozent. Fünf Prozent hält Schmid für realistisch.

Wieder in den schwarzen Zahlen

Über die Ertragssituation wollte MAG-Geschäftsführer Josef Schmid sich nicht verbreitern, aber die Kombination leere Lager und gute Absätze ließ gewisse Schlüsse zu. Auch in Europa sei die Trendwende geschafft, wo man nach vielen Jahren schmerzhafter Verluste wieder schwarze Zahlen schreibt. (Andreas Stockinger, DER STANDARD Print-Ausgabe, 13.10.2003)

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