Philippinisches Militär: Jemaah Islamiyah Führer getötet

13. Oktober 2003, 15:43
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Ghosi war im Juli aus dem Gefängnis geflohen - Der JI werden Kontakte zur El Kaida nachgesagt

Manila - Der aus dem Gefängnis entflohene Anführer der islamischen Extremistengruppe Jemaah Islamiyah (JI), Fathur Rohman el Ghosi, ist bei einem Militäreinsatz im Süden der Philippinen getötet worden. Wie Militärsprecher Rodolfo Garcia mitteilte, wurde Ghosi am Sonntagabend nahe der Stadt Pigkawayan in der Provinz Cotabato getötet. Ghosi war Mitte Juli zusammen mit zwei philippinischen Moslemextremisten aus einem Gefängnis im Polizeihauptquartier von Manila geflohen. Seither machte die philippinische Armee mit rund eintausend Soldaten Jagd auf ihn. Er war eines der ranghöchsten JI-Mitglieder, das jemals gefasst wurde.

Illegaler Sprengstoffbesitz

Im vergangenen Jahr war Ghosi wegen illegalen Sprengstoffbesitzes zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Bei seiner Festnahme in Manila wurden seinerzeit eine Tonne TNT sowie 300 Sprengsätze gefunden. Dem Indonesier wurde unter anderem eine Serie von Sprengstoffanschlägen in Manila im Dezember 2000 zur Last gelegt, bei denen 22 Menschen getötet wurden. Nach Angaben der Behörden soll er die Anschläge zusammen mit Hambali vorbereitet haben, der im August in Thailand festgenommen wurde und als mutmaßlicher Chefplaner der JI gilt.

Anschläge

Zudem soll Ghosi Anschläge auf US-Einrichtungen in Singapur vorbereitet haben. Der JI werden Kontakte zum Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden nachgesagt. Sie wird auch für die Bombenanschläge von Bali und Jakarta verantwortlich gemacht. (APA/AFP/Reuters)

Philippinisches Militär: JI-Führer Ghosi getötet - AM Indonesier war Sprengstoffexperte von Extremistengruppe
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