Vermisster Fünfjähriger tot in Tiroler Lehnbach gefunden

14. Oktober 2003, 13:11
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Bub war seit Freitag vermisst gewesen

Innsbruck - Der leblose Körper eines seit Freitag in Mieming (Bezirk Imst) vermissten fünfjährigen Buben ist am Sonntag um 16:45 Uhr in der Schlucht des dortigen "Lehnbaches" gefunden worden. Dem traurigen Fund war eine mehrtägige Suchaktion vorangegangen, an der 500 bis 600 Feuerwehrmänner beteiligt waren.

Der Hochwasser führende Lehnbach, in dem Samstag Nachmittag unter Ästen die Jacke des Fünfjährigen gefunden worden war, war Sonntag Nachmittag von etwa 100 Feuerwehrleuten trocken gelegt worden. Das Wasser des Baches war in einen anliegenden Badesee und in umliegende Felder gepumpt worden. Das Kind dürfte vermutlich von den Wasserfluten mitgerissen worden sein, erklärte die Sicherheitsdirektion. Die näheren Umstände des Unglücks waren vorerst nicht bekannt.

Seit Freitag vermisst

Der Fünfjährige hatte sein Elternhaus am Freitag gegen 16:00 Uhr verlassen. Auf einem Fußballplatz im Ortsteil Weidach war der Bub dann um etwa 17:30 Uhr zuletzt gesehen worden. Gegen 19:20 Uhr erstattete die Großmutter des Kindes Vermisstenanzeige, worauf die Suche nach dem Buben aufgenommen wurde. Dass der Fünfjährige Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein könnte, galt als unwahrscheinlich.

Ein Hubschrauber des Innenministeriums, zahlreiche Bergrettungen und Freiwillige Feuerwehren, Bergwacht, Rotes Kreuz, ein Canyoning-Team, Gendarmerie und Freiwillige standen schon am Freitag mit rund 200 Einsatzkräften sowie 17 Hunden im Großeinsatz. Bei der Suche kamen auch Wärmebildkameras zum Einsatz. Am Samstag wurde die Jacke des Buben im Lehnbach gefunden, nahe dessen Einmündung in den Inn. Das Kleidungsstück war an einer schwer zugänglichen Stelle unter einem Haufen von Ästen - mit geschlossenem Reißverschluss und umgestülpt - aus dem Wasser gefischt worden.

Nach dem Jackenfund Samstag Nachmittag war die Suche im Bereich des Lehnbaches und des Inns intensiviert worden. (APA)

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