Syrien wirft Israel Staatsterrorismus vor

12. Oktober 2003, 17:06
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Resolutionsentwurf bei Islamischer Konferenz in Malaysia eingebracht

Putrajaya/Malaysia - Syrien hat Israel am Samstag vorgeworfen, Staatsterrorismus gegen Muslime im Nahen Osten zu betreiben. Zu Beginn eines Treffens der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) in der malaysischen Stadt Putrajaya brachte die syrische Delegation einen Resolutionsentwurf ein, indem der israelische Luftangriff auf ein Ziel in Syrien am 5. Oktober verurteilt wird. Die Bombardierung eines mutmaßlichen Ausbildungslagers für palästinensische Terroristen sei ein "Angriff auf unsere Souveränität und unser Territorium" gewesen, sagte der syrische Delegationsleiter Bashar Jaafari.

Vergangenen Sonntag hatten israelische Kampfflugzeuge das Lager in der Nähe von Damaskus bombardiert und eine Person verletzt. Die Aktion war eine Vergeltung für den Selbstmordanschlag des Islamischen Dschihad in Haifa, dem am Vortag 19 Israelis zum Opfer gefallen waren.

"Der einzige wirklich terroristische Staat ist Israel"

Jafaari sagte, er sei zuversichtlich, dass die OIC den Resolutionsentwurf verabschiedet. "Wenn ein islamisches Land von einem fremden Staat angegriffen wird, sollte die islamische Solidarität wirksam werden." Er wies Anschuldigungen Israels und der USA zurück, seine Regierung unterstütze und beheimate Terroristen. "Der einzige wirklich terroristische Staat ist Israel", sagte er. Israel übe Staatsterrorismus gegen Palästinenser, Syrer und Libanesen aus.

Andere Delegationen der OIC signalisierten breite Zustimmung zu dem Resolutionsentwurf. An welchem Tag der einwöchigen Konferenz darüber abgestimmt werden soll, war noch unklar. (APA/AP)

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