Chefpilot soll nach 10 Stunden Arbeit nach New York fliegen

12. Oktober 2003, 19:05
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Hengster: Seit 5.00 Uhr für Management tätig - Werden "ganz genau schauen, wie Behörde auf diese Information reagiert"

Wien/Schwechat - Der auf 15.00 Uhr verschobene AUA-Flug nach New York sollte nach Angaben der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV) von Austrian-Chefpilot Gustav Baldauf geflogen werden. Das sei insofern bedenklich, als Baldauf "seit 5.00 Uhr Tätigkeiten für das Management durchführt", sagte Robert Hengster von der HTV zur APA.

Die HTV werde sich "ganz genau anschauen, wie die österreichische Behörde und auch internationale Behörden auf diese Informationen reagieren", sagte Hengster. Er hoffe nicht, dass man "untätig" bleibe.

Es gehe um etwa 300 Passagiere, die "Geld zahlen" würden und dafür Recht auf "anständige Leistung" hätten. Es sei außerdem davon auszugehen, dass auch Manager "nicht einen 24-Stunden-Arbeitstag oder mehr absolvieren können", weil auch sie Menschen seien. Hengster: "Ich sehe es als Pflicht an, die Medien über diesen Wahnsinn zu informieren."

Die AUA-Führung sah hingegen "keine Verletzung der Ruhezeitbestimmungen und schon gar keine Beeinträchtigung der Flugsicherheit". Kapitän Gustav Baldauf sei "bis 8.00 Uhr im Flugbetriebsgebäude gewesen, aber nicht als aktives Mitglied des Krisenstabes", reagierte AUA-Sprecher Johannes Davoras. (APA)

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