Mercedes will vorerst kein Internet serienmäßig in die Autos bringen

19. Oktober 2003, 08:50
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Integration elektronischer Komponenten in Fahrzeuge braucht laut Car-Group-Chef Hubbert Zeit

Der Auto-Hersteller Mercedes-Benz will künftig nicht mehr jede elektronische Neuerung sofort in die Serienproduktion übernehmen. Auf diese Weise will der Autohersteller die zunehmenden Schwierigkeiten mit elektronischen Bauteilen in den Griff bekommen, wie der Chef der Mercedes Car Group, Jürgen Hubbert, der Zeitschrift "Automobilwoche" sagte. Eine spezielle Arbeitsgruppe versuche derzeit die Elektronikprobleme der im März 2002 eingeführten E-Klasse zu lösen.

"Sicherer und effizienter"

Künftig werde sich Mercedes darauf konzentrieren, "das Auto in seinem ganzen Funktionsumfang für unsere Kunden sicherer und effizienter und dabei einfacher bedienbar zu machen", sagte Hubbert. Daher werde man künftig "sorgfältig überlegen, ob jedes zusätzliche oder interessante Feature, etwa auf dem Gebiet der Telematik, dem Kunden wirklich nutzt". Mercedes werde sicher nicht der Erste sein, der das Internet ins Auto bringe.

Das Zusammenspiel

Das Hauptproblem sei das Zusammenspiel verschiedener elektronischer Systeme, das Fehlfunktionen auslösen könne, betonte Hubbert: "Dann fällt zum Beispiel das Display eines Navigationssystems aus, oder die Sitzheizung schaltet sich unvermittelt ein." Solche Fehlfunktionen träten zwar nur sporadisch auf, seien aber inzwischen ein Thema der gesamten Branche. Es gebe deshalb auch Gespräche mit IBM, Microsoft und anderen Computerunternehmen, die Betriebssysteme anböten. Doch im Moment könne niemand eine schnelle Lösung liefern.(APA/AP)

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