Streit um Palästinenserführung

12. Oktober 2003, 18:54
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Kompromiss zwischen Arafat und Korei: Palästinenserregierung verzichtet vorerst auf Innenminister

Ramallah - Die Notstandsregierung des palästinensischen Regierungschefs Ahmed Korei soll einen Monat lang ohne das Amt des Innenministers auskommen. Das Kabinett werde seine Arbeit vorerst mit den bereits vereidigten Ministern aufnehmen, sagte der palästinensische Außenminister Nabil Shaath am Sonntag nach einer Sitzung von Verantwortlichen der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Yasser Arafat. Wie bisher geplant solle das Notstandskabinett nach einem Monat von einer "breiteren" Ministerriege abgelöst werden. Korei wollte das Amt des Innenminister ursprünglich an Nasr Jussef übergeben, Arafat lehnte dies jedoch strikt ab.

Meinungsverschiedenheiten

Ein Mitglied des Fatah-Zentralrats sagte, die Funktionen des Innenministers sollten zunächst von einem "Sicherheitsausschuss" unter Arafats Führung wahrgenommen werden. Am Dienstag und Freitag waren insgesamt sieben Minister sowie Korei als Regierungschef vereidigt worden, nachdem Arafat den Notstand in den Palästinensergebieten ausgerufen hatte. Arafat wollte Jussef aus dem Kabinett ausschließen, nachdem dieser sich am Dienstag geweigert hatte, vor dem Palästinenserpräsidenten den Amtseid abzulegen. Korei hingegen hielt an General Jussef als Innenminister fest. (APA/AFP)

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