Moslemische Staaten fordern Abzug der Truppen

12. Oktober 2003, 14:26
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UNO solle die Möglichkeit gegeben werden, den Wiederaufbau des Landes zu leiten

Putrajaya - Mit der Forderung nach einem schnellen Abzug der Besatzungstruppen aus dem Irak hat am Samstag in Malaysia ein Treffen der Staaten der Islamischen Weltkonferenz OIC begonnen. Damit solle den Vereinten Nationen (UNO) die Möglichkeit gegeben werden, den Wiederaufbau des Landes zu leiten.

Abzug der ausländischen Truppen

Der Generalsekretär der 57-Mitglieder-Organisation, Abdelouahed Belkeziz, sagte in seiner Eröffnungsansprache: "Besonders wichtig ist der Abzug der ausländischen Truppen aus dem Irak, um der UNO die Gelegenheit zu geben, die irakischen Angelegenheiten in die Hand zu nehmen." Von allen Konflikten, in die Moslems verwickelt seien, seien die Besetzung des Irak und der Nahostkonflikt die drängendsten. Lediglich die Vertreter der Türkei, die eine Truppenentsendung in den Irak beschlossen hat, vertraten die Ansicht, dass ein UNO-Mandat zwar wünschenswert wäre, dass es aber jetzt wichtiger sei, zu handeln.

Der OIC-Gipfel begann in der neuen Verwaltungshauptstadt Malaysias, Putrajaya, mit Treffen ranghoher Regierungsvertreter. Die Außenminister werden am Montag zusammenkommen; die Staats- und Regierungschefs tagen dann am 16. und 17. Oktober.

Bis zu 35 Staatschefs erwartet

Bis zu 35 Staatschefs der OIC-Mitglieder werden erwartet. Außerdem soll UNO-Generalsekretär Kofi Annan nach Putrajaya kommen. Als Gäste werden außerdem der russische Präsident Wladimir Putin erwartet und die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo. In ihren Staaten gibt es große moslemische Minderheiten. (APA/Reuters)

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