Wieder Anschläge auf Ölgesellschaft

12. Oktober 2003, 13:40
16 Postings

Feuer an einer Ölpipeline ausgebrochen - Am Freitag fuhr Bus der Ölgesellschaft North Oil Company auf Sprengsatz auf - Zwei Tote

Bagdad - Im Nordosten des Landes wurde wieder eine Ölpipeline Ziel eines Anschlags. Nach einer Explosion an der Pipeline westlich von Kirkuk am späten Freitagabend brach ein Feuer aus, das erst am Samstag gelöscht werden konnte, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Leitung, durch die Öl von Sab nach Kirkuk floss, wurde auf einer Länge von 100 Metern beschädigt. Die Flammen seien nach der Explosion 40 Meter hoch geschossen, hieß es.

Ein Mitarbeiter der amerikanischen North Oil Company sagte, es habe sich um einen Anschlag gehandelt. Auf die Ölleitungen in der Region wurden schon mehrfach Anschläge verübt. Der amerikanische Zivilverwalter Paul Bremer sagte, wegen der Schließung der Export-Pipeline in die Türkei gingen dem Irak täglich sieben Millionen Dollar (5,94 Mill. Euro) verloren. Die Leitung war nach drei Bombenanschlägen im September geschlossen worden.

Bei einem Anschlag auf die irakische Ölgesellschaft North Oil Company (NOC) sind am Freitagabend zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt worden. 40 Kilometer westlich der nordirakischen Kirkuk fuhr ein Bus der Gesellschaft auf einen Sprengsatz auf. Bei der Explosion kamen zwei NOC-Angestellte ums Leben, vier Menschen wurden verletzt.

Irakische Ölleitungen sind in den vergangenen Wochen bereits mehrfach Ziel von Sabotage-Anschlägen geworden. Die USA machen Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein und ausländische Extremisten dafür verantwortlich. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Irakische Ölpipelines sind seit dem Ende des Krieges häufig das Ziel von Anschlägen.

Share if you care.