Erneut Führungskräfte der New Yorker Börse mit Millionen-Ansprüchen

22. Oktober 2003, 16:36
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Manager aus der zweiten Reihe haben 22 Millionen und 19 Millionen Euro Pensionsanspruch

New York - Nach der Affäre um den Ex-Chef der New Yorker Börse, Dick Grasso, sind erneut Pensionsansprüche in Millionenhöhe von Spitzenmanagern des Handelsplatzes bekannt geworden. Die gemeinsam für das Tagesgeschäft zuständigen Manager Catherine Kinney (50) und Robert Britz (52) stehen bei ihrer Pension jeweils rund 22 Mio. Dollar (18,8 Mio Euro) zu. Dies hat die weltgrößte Börse (NYSE) am Freitag auf ihrer Internetseite bekannt gegeben. Britz habe Ansprüche von 22,6 Mio. Dollar, Kinney von 22 Mio. Dollar.

Die NYSE veröffentlichte auch die Gehälter, Boni sowie sonstigen Bezüge und Pensionszuwendungen für die sechs ranghöchsten NYSE- Manager während der Jahre 1998 bis 2002. Kinney und Britz sind gemeinsame COOs (Chief Operating Officer) der NYSE. Sie sind damit die zweithöchsten Mitglieder des Börsen-Spitzenmanagements.

Grasso musste gehen

Der ehemalige Börsenchef Dick Grasso musste kürzlich den Hut nehmen. Er hatte während seiner 36-jährigen Karriere Pensionsansprüche von fast 190 Mio. Dollar angesammelt, wovon er 139,5 Mio. Dollar in Anspruch nehmen wollte.

Der neue Interims-Börsenchef John Reed will Börsenreformen einleiten und die Suche nach einem permanenten Nachfolger beginnen. Er arbeitet für ein symbolisches Jahresgehalt von einem Dollar.

Reed betonte am Freitag in einer Mitteilung an die Börsenmitglieder, dass entgegen anders lautenden Gerüchten weniger als ein Dutzend Personen an der Börse jährlich mehr als eine Million Dollar verdienen.(APA/dpa)

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