Gusenbauer für Rot-Grün nach der nächsten Wahl

13. Oktober 2003, 09:02
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SPÖ strebt politischen Wechsel an: ÖVP und FPÖ für "völlig verfehlte Politik verantwortlich"

Wien - SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer zeigt im Interview mit den "Salzburger Nachrichten" (Wochenend-Ausgabe) klare Präferenzen für Rot-Grün nach der nächsten Wahl und eine ebenso klare Abneigung, nach allfälligen Neuwahlen eine Regierung mit der ÖVP zu bilden. Die SPÖ strebe einen politischen Wechsel an - "und Wechsel heißt Wechsel", erklärte Gusenbauer.

Das bedeute, "dass die beiden Parteien, die derzeit die Regierung bilden und für eine völlig verfehlte Politik verantwortlich sind, nicht unsere ersten Ansprechpartner sein werden". Sondern: "Die Parteien, die jetzt in der Regierung waren und Verantwortung getragen haben, sollen sich nach der nächsten Wahl in der Opposition wiederfinden. Und diejenigen, die jetzt in der Opposition waren und alternative Vorschläge formuliert haben, sollen in die Regierung einziehen."

Einen Kurswechsel strebt die SPÖ auch in Kärnten und Salzburg an. In beiden Ländern solle das Prinzip gelten, dass die stärkste Partei auch den Landeshauptmann bzw. die Landeshauptfrau stellen solle, sagte Gusenbauer. In der Kür der ÖVP-Abg. Elisabeth Scheucher zur Kärntner Spitzenkandidatin wittert er eine Vorleistung der ÖVP zur Wiederwahl von Landeshauptmann Jörg Haider, selbst wenn dieser die Wahl verlieren sollte. Scheucher gehöre nämlich zum "schwarz-blauen Verbindungsbereich in Kärnten". (APA)

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