Österreich Mag. studieren

23. Oktober 2003, 17:42
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Viele Unis melden wieder steigende AnfängerInnen-Zahlen - BewerberInnen-Rekord an der Angewandten - Minus an der WU möglich

Wien - Wie schon im Vorjahr melden viele Universitäten auch heuer wieder steigende Zahlen bei den Studienanfängern. So gab es an der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien bis zum Freitag gegenüber dem Jahr zuvor ein Plus von rund 30 Prozent. Auch Technische Universität (TU) Wien, Uni Graz und Montan-Uni Leoben melden einen Trend nach oben. Und an der größten Hochschule des Landes, der Uni Wien, gibt es ebenfalls ein leichtes Plus gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Studienjahres.

Bereits im Vorjahr hatte es österreichweit mit Ausnahme der Kunstunis und der Uni Klagenfurt deutliche Zuwächse bei den Erstinskribientenzahlen gegeben. An der WU Wien verzeichnen die Statistiken für das Wintersemester 2002/03 ein Plus von 27,3 Prozent gegenüber 2001/02. An der Boku gab es im gleichen Zeitraum ein Plus von 18,5 Prozent, an der Uni Salzburg von 16,5 und an der Technischen Universität (TU) Graz von 15,6 Prozent.

TU

An der TU Wien - die Zahlen werden laufend im Internet unter http://www.tuwien.ac.at veröffentlicht - wurden bis dato 2.675 Neuanfänger gezählt, zum gleichen Stichtag im Vorjahr waren es erst 2.565 gewesen. Damit ist wie auch schon im Vorjahr eine deutliche Steigerung zu erwarten.

Uni Graz

Ähnlich sieht es an der Uni Graz aus. Hier gab es bis Freitag 3.057 Studenten, die nicht nur inskribiert, sondern auch schon den Studienbeitrag bezahlt haben. Zum Vergleichstag 2002 waren es 2.859. Letztendlich hatten im vergangenen Studienjahr 3.188 ein Studium an der Uni Graz begonnen. Nicht abschrecken lassen sich die angehenden Studiosi offenbar von den hohen Durchfallerquoten im ersten Jahr des neuen Medizinstudiums. Auch hier gibt es mit 478 bereits mehr Inskribierende als im Vorjahr (466).

An der Musik-Uni Graz bewegen sich die Zahlen bei den Einsteigern in etwa in der Höhe des Vorjahres. Auch an der TU Graz wird von einem "sehr stabilem Verhalten" berichtet, man sei mit den Anfängerzahlen zufrieden.

Leoben

An der Montan-Universität Leoben geht es nach den Einbrüchen nach der Einführung der Studiengebühren nun wieder anhaltend aufwärts, 254 Erstinskribierende waren bis Freitag gemeldet, im Vorjahr waren es erst 233 gewesen. Das erklärte Ziel der Montanuni liegt bei 300 Anfängern pro Jahr.

Minus an der WU möglich

An der WU könnte es nach den Rekordzuwächsen von rund 30 Prozent bei den Anfängern im vergangenen Jahr heuer ein leichtes Minus geben. Doch das sollte dem langjährigen Trend an der einzigen Wirtschaftsuniversität Österreichs - durchschnittlich jährlich plus zehn Prozent in den vergangenen fünf Jahren - keinen Abbruch tun, ist man im WU-Rektorat überzeugt.

An der Uni Wien erwartet man nach den bisherigen Neuanmeldungen steigende Tendenz. Bisher waren es rund 8.500, damit ist man nur noch wenig von den Gesamtdaten des Vorjahres (8.783) entfernt ist. "Wenn es so weitergeht, schließen wir mit einem Plus", hieß es dazu seitens des Rektorats.

Bewerber-Rekord an der Angewandten

An der Universität für angewandten Kunst Wien gab es einen regelrechten Ansturm auf die Zulassungsprüfung. Insgesamt 1.269 Bewerber wurden registriert, in den Jahren davor gab es zwischen rund 900 und 1.100 Interessenten, teilte die "Angewandte" am Freitag in einer Aussendung mit. Von den mehr als 1.200 Bewerbern wurden insgesamt 224 Personen aufgenommen.

"Da die Universität für angewandte Kunst Wien um die Qualität der Ausbildung ihrer Studierenden sehr bemüht ist, können jährlich nur so viele Plätze vergeben werden, wie Arbeitsplätze in den einzelnen Instituten vorhanden sind", heißt es in der Aussendung. Größtes Interesse und auch meisten Aufnahmen habe es am Institut für Design gegeben, gefolgt vom Institut für Bildende Kunst. (APA)

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    Viele Universitäten Österreichs melden ein Plus an Studien-AnfängerInnen

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