EU und Europarat fordern weltweite Abschaffung der Todesstrafe

17. Oktober 2003, 19:54
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Regierungen Chinas, der USA, des Iran und Saudiarabiens am Pranger

Brüssel/Straßburg - Die Europäische Union und der Europarat haben am Freitag - dem ersten "Welttag gegen die Todesstrafe" - die weltweite Abschaffung der Todesstrafe gefordert. Der Europarat verlangte vor allem von den USA und Japan, die Todesstrafe unverzüglich abzuschaffen. Die Kampagne gegen die Todesstrafe wird von der katholischen Kirche - mit Papst Johannes Paul II. an der Spitze - entschieden unterstützt. Die Gemeinschaft Sant'Egidio ist eine der treibenden Kräfte gegen die Relikte der Todesstrafe in aller Welt, schreibt Kathpress am Freitag.

Die italienische EU-Präsidentschaft bekräftigte, dass die Todesstrafe eine Verletzung der Menschenwürde darstelle. Die internationale Gemeinschaft habe deshalb auch darauf verzichtet, bei der Schaffung internationaler Strafgerichte die Todesstrafe vorzusehen. Besonders wendet sich die EU gegen die Hinrichtung von zur Tatzeit Minderjährigen.

In Brüssel wurde am Sitz des belgischen Senats am Freitag eine "Weltvereinigung von Parlamentariern gegen die Todesstrafe" gegründet. (APA)

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