Kunst im (nicht ganz) öffentlichen Raum

11. Oktober 2003, 10:00
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Londons neueste Kunstgalerie in einer umgebauten viktorianischen Toilette eröffnet

London - Die Waschbecken sind jetzt hoch oben an den Wänden montiert und dienen als Lampen; die einzig verbliebene Kloschüssel wurde zum Brunnen umfunktioniert - Londons neueste Kunstgalerie hat am Donnerstag in einer umgebauten viktorianischen Toilette eröffnet. Die "Toilet Gallery" befindet sich in Kingston im Südwesten der Metropole und versteht sich als Bühne für nicht traditionelle Werke junger Künstler.

"Fast das gesamte vergangene Jahrhundert hat diese Toilette eine wichtige öffentliche Dienstleistung für viele Menschen in Kingston erbracht", erklärte der Gründer der Galerie, Paul Stafford, bei der Eröffnung. "Wir hoffen, dass diese einzigartige Umgebung für diesen neuen Kunst-Raum ein historisches bürgerliches Gebäude noch weit ins 21. Jahrhundert hinein erhalten wird." Die Performance-Künstler Gilbert und George durchschnitten bei der Eröffnung Toilettenpapier anstelle des sonst üblichen Bandes. Die Kosten des Umbaus bezifferte Stanley auf 12 Pfund und 50 Pence (17,64 Euro). "Uns wurde so viel umsonst gegeben, von der Farbe bis zu den Türen. Der Eintritt wird frei sein - anders als in den alten Tagen." (APA/AP)

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