Neuer Haftbefehl gegen mutmaßlichen DDR-Auftragsmörder

11. Oktober 2003, 19:17
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Bundesanwaltschaft macht erste Fotschritte: "Dringender Tatverdacht" in zwei Fällen "konkretisiert"

Karlsruhe - Bei den Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Auftragsmörder des DDR-Regimes hat die deutsche Bundesanwaltschaft erste Fortschritte gemacht. "Der dringende Tatverdacht wurde in zwei Fällen konkretisiert", sagte ein Sprecher am Freitag.

Daher habe der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs am Donnerstag auch einen aktualisierten neuen Haftbefehl gegen den 53- jährigen Berliner erlassen können.

Der Verdächtige habe bereits die Gelegenheit gehabt, sich vor dem Ermittlungsrichter zu äußern. Nähere Angaben lehnte die Behörde nach wie vor ab, weil sie sonst die weiteren Ermittlungen gefährdet sieht.

Der im September Verhaftete wird verdächtigt, als Angehöriger eines Spezialkommandos im Auftrag der DDR mehrere Menschen getötet zu haben, die aus Sicht des Regimes Verrat begangen haben.

Die Anwältin des Mannes geht nach Presseberichten davon aus, dass ihr Mandant die Taten erfunden hat, um sich wichtig zu tun. Die Aussagen seien "purer Blödsinn". Sie bezweifele sogar, dass der Festgenommene für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet habe. (APA/dpa)

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