Costa Rica verlässt G-21

12. Oktober 2003, 14:58
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USA drohten mit Ausschluss aus dem Zentralamerikanischen Freihandelsabkommen

San Jose - Costa Rica hat der so genannten G-21, einer Interessengruppe der Schwellenländer, den Rücken gekehrt. Dies bestätigte Handelsminister Alberto Trejos am Donnerstag. Er bestritt, dass San Jose seine Entscheidung auf Druck der USA getroffen habe.

Die G-21 war unter Führung Brasiliens, Chinas und Indiens bei der jüngsten Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) im mexikanischen Cancun als Gegenspieler der USA und der EU hervorgetreten. Sie forderte von den reichen Industrieländern einen wesentlich stärkeren Abbau der Agrarsubventionen als jene zuzugestehen bereit waren. Die Konferenz endete ergebnislos.

In dieser Woche hatte der US-Handelsbeauftragte Robert Zoellick Costa Rica besucht. Er hatte öffentlich damit gedroht, das Land aus den geplanten Zentralamerikanischen Freihandelsabkommen (CAFTA) mit den USA auszuschließen, falls San Jose das staatliche Monopol im Telekommunikationssektor nicht aufheben sollte. (APA/dpa)

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La Nacion
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