Papst bekräftigt Zölibat für Priester

13. Oktober 2003, 18:56
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Johannes Paul II warnt vor einem verweltlichten Verständnis des Priestertums - Beruf ist kein Job sondern Berufung

Vatikanstadt - Papst Johannes Paul II. hat den Priester-Zölibat bekräftigt und vor einem verweltlichten Verständnis des Priestertums als Beruf oder Karriere gewarnt. Das Priestertum sei nicht irgendeine Form des Broterwerbs, sondern eine Berufung und kein Job betonte der Papst laut Kathprss am Donnerstag beim Ad-limina-Besuch der philippinischen Bischöfe.

Zölibat sei Bestandteil des Priestertums

Ebenso sei der Zölibat nicht ein traditionelles Ideal, das man nur zu respektieren habe, sondern "integraler Bestandteil des inneren und äußeren Lebens des Priesters".

Disziplin

Leider sei der Lebensstil einiger Kleriker im Widerspruch zum Geist der priesterlichen Tugenden von Armut, Keuschheit und Gehorsam, beklagte der Papst in Anspielung auf die Pädophilie-Skandale. Wörtlich sagte er: "Das skandalöse Verhalten einiger hat die Glaubwürdigkeit vieler untergraben". Mit Blick auf den Umgang der philippinischen Bischöfe mit derartigen Fällen, mahnte der Papst, wahre Zurechtweisung erfordere Liebe, Mitleid, aber auch "strikte Disziplin".

Papst forderte eine Erneuerung der Priesterausbildung

Der Papst forderte eine Erneuerung der Priesterausbildung. Sie müsse die priesterlichen Tugenden der Nächstenliebe, des Gebets, der Keuschheit und der gläubigen Feier der Liturgie fördern. Dabei handle es sich um Tugenden, die von der modernen Kultur und den Medien oft nicht geschätzt oder sogar zurückgewiesen würden. (APA)

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