"Die Frauen haben es satt, wie Handelsware behandelt zu werden"

9. Oktober 2003, 22:42
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Nach Schweizerinnen gehen nun auch Französinnen gegen Werbekampagne um "String Time"-Dessous an

Paris - Eine Werbekampagne für Strings sorgt nun auch in Frankreich für Wirbel. Die frühere Familienministerin Segolene Royal sagte am Donnerstag dem Fernsehsender France-2: "Die Frauen haben es satt, wie Handelsware behandelt zu werden, und wir haben genug davon, dass die Kinder auf offener Straße mit Bildern konfrontiert werden, die sie verletzen und schockieren." Die Plakate der Dessousmarke Sloggi (Triumph) mit den nur spärlich bekleideten Kehrseiten junger Frauen sorgte auch in der Schweiz für Proteste, wo Frauenorganisationen gegen die sexistischen Plakate Front machten. In Frankreich wurde die Kampagne vom Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft gerügt.

Marie-Laure Nordmann von Triumph International sagte dem Sender, die Kampagne habe alle Arten von Reaktionen hervorgerufen. Damen gewissen Alters hätten sich begeistert gezeigt, weil sie die Marke seit 25 Jahren trügen und sie sie endlich ihren Enkelinnen schenken könnten.

"Respekt muss grarntiert sein"

Gleichstellungsstaatssekretärin Nicole Ameline sagte "Le Figaro", sie könne die Aufregung über die Kampagne gut verstehen. Sie setze auf die Selbstkontrolle bei der Werbewirtschaft: "Der Respekt und die Würde der Frau muss garantiert werden." (APA)

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