Amnesty: Thailand soll Todesstrafe abschaffen

11. Oktober 2003, 17:19
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Refgierung geht mit voller Härte gegen Drogenhandel vor - Fast 1000 Todeskandidaten

London - Die Gefangenenhilfsorganisation amnesty international (ai) hat von Thailand die Abschaffung der Todesstrafe gefordert. Die Menschenrechtsorganisation mit Sitz in London verlangte am Donnerstag anlässlich des weltweiten Tages gegen die Todesstrafe, geplante Exekutionen auszusetzen.

Gleichzeitig wies sie am Vortag des internationalen Tages gegen die Todesstrafe darauf hin, dass in dem südostasiatischen Land ab dem 19. Oktober zum Tode Verurteilte mit einer Giftspritze statt durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden sollen. "Nur die Exekutionsmethode zu ändern, ändert nichts an der Unmenschlichkeit der Todesstrafe", hieß es in der ai-Mitteilung. Es handele sich in jedem Fall um die Verletzung des Rechts auf Leben.

Nach den Angaben sind fast 1000 Frauen und Männer in Thailand von der Todesstrafe bedroht, mehr als je zuvor in der Geschichte des Landes. Die Anzahl der Menschen, die dort auf ihre Hinrichtung warten, habe sich in den vergangenen zwei Jahren verdreifacht. Ein Großteil von ihnen sei wegen Verstößen gegen Drogengesetze verurteilt worden, teilte amnesty weiter mit. (APA/dpa)

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