"Gegen Wert und Würde eines Menschen"

17. Oktober 2003, 19:54
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Laut amnesty international wurden im Jahr 2002 über 1.500 Menschen in 31 Staaten hingerichtet - Sofortige Einstellung gefordert

Wien - "Im Jahr 2002 sind in 31 Staaten mehr als 1526 Menschen hingerichtet worden. Mehr als 3248 Menschen wurden zum Tode verurteilt." Das erklärte amnesty international (ai) zum Anlass des Welttags gegen die Todesstrafe am Freitag in einer Aussendung. Im Jahr 2003 seien in den USA bisher 57 Menschen durch die Todesstrafe gestorben, im Iran seien es mindestens 83 und in Saudiarabien 40 gewesen. "Deshalb findet heute zum ersten Mal ein internationaler Welttag gegen die Todesstrafe statt."

"Tod ist keine Gerechtigkeit. Es ist unfaßbar, dass Staaten immer noch Todesurteile vollstrecken, die Todesstrafe ist gegen den Wert und die Würde eines Menschen und hat in einer modernen Gesellschaft, in der Menschenrechte respektiert werden, keinen Platz", sagte Heinz Patzelt, Generalsekretär von ai-Österreich. ai fordere daher alle Regierungen, die noch die Todesstrafe durchführen, dazu auf, diese "Hinrichtungen" sofort einzustellen. In Europa wird die Todesstrafe nicht mehr vollstreckt.

Zum "Tag gegen die Todesstrafe" werden weltweit ai-Aktivisten Demonstrationen, Diskussionen und Seminare veranstalten, um auf das Thema aufmerksam zu machen. (APA)

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    Auf diesem Bett im US-Bundesstaat Virginia wird die Todesstrafe mit Giftspritze vollzogen.

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