Journalistenverband ruft zum Boykott der Bob-Dylan-Konzerte auf

18. Oktober 2003, 10:07
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Wegen "striktem Verbot jeglicher Foto- und Filmberichterstattung" durch Tournee-Agentur

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat alle Journalisten zum Boykott der Konzert-Tournee des Sängers Bob Dylan aufgerufen. Als Grund nannte der Verband das "strikte Verbot jeglicher Foto- und Filmberichterstattung" durch die Tournee-Agentur Peter Rieger in Köln. Sie habe dem DJV erklärt, dass der Künstler keine Fotografen in seinen Konzerten wünsche.

Dazu meinte der Pressesprecher des DJV, Hendrik Zörner, die freie Berufsausübung der Bildjournalisten sei wichtiger "als die persönliche Befindlichkeit von Bob Dylan". Der Sänger will nach dem Tourneestart am 17. Oktober in Hamburg bis zum 8. November weitere sieben Konzerte in Deutschland geben. Mit dem Boykottaufruf des DJV wird sich auch der DJV-Kongress Bildjournalisten befassen, zu dem am 13./14. Oktober mehr als 100 Teilnehmer in Dortmund erwartet werden.

In Österreich gastiert Dylan am 26. Oktober in der Grazer Eishalle und am 27. Oktober in der Wiener Stadthalle. (APA/dpa)

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