Präsentable Kargheit

14. Oktober 2003, 12:04
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Bartholomäuskapelle im Wiener Stephansdom nach Renovierung wieder zugänglich

Wien - Jahrzehntelang war sie ein Depot und Lager, in dem sich Teppiche, Kerzenleuchter und Kästen stapelten. Jetzt ist sie wieder ein herzeigbarer Teil des Wiener Stephansdoms: Die Bartholomäuskapelle. Der Raum soll in Zukunft vor allem für Veranstaltungen genutzt werden. Aber auch Führungen in die Kapelle wird es geben, meinte Dombaumeister Wolfgang Zehetner am Donnerstag .

Erbaut wurde die Bartholomäuskapelle ab 1390 von Meister Konrad dem Maurer. Sie stellt demnach einen Übergang vom romanischen Westteil zum gotischen Langhaus von St. Stephan dar. Historisch als Fürsten- oder Königskapelle entstanden befindet sie sich unmittelbar über der Eligiuskapelle an der Südwestseite des Doms. Die Weihe erfolgte 1437, fertig gestellt wurde sie nie. Dadurch entstand ein schlichter Raum mit noch ungeglätteten Wänden und ohne. große Fresken.

Der historische Boden aus keramischen Ziegeln ist noch zur Hälfte vorhanden und wurde mit neuem Belag ergänzt. Die wertvollen Original-Fenster befinden sich nicht vor Ort, sondern geschützt im Wien Museum. (APA)

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    Die Bartholomäuskapelle im Stephansdom in Wien nach ihrer Restaurierung

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