FPÖ-Kritik an ÖGB-Modell

13. Oktober 2003, 15:12
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Grüne für Überprüfung - Öllinger: Regierungsparteien noch immer säumig

Wien - Das ÖGB-Pensionsmodell ist von der FPÖ kritisiertworden, die Grünen wollen eine Überprüfung der Auswirkungen des Gewerkschafts-Vorschlags. Der stellvertretende FPÖ-Obmann Max Walch warf dem ÖGB vor, ein "unsoziales Pensionsmodell vorzulegen, in dem es "keinerlei Regelungen für Schwerarbeiter" gebe. Man müsste mit Pensionseinbußen von 30 bis 50 Prozent rechnen. Der Grüne Sozialsprecher Karl Öllinger zeigte sich dagegen erfreut, dass der ÖGB ein Modell zur Pensionsharmonisierung vorgelegt hat und warf den Regierungsparteien vor, immer noch säumig zu sein und die Diskussion zu verweigern.

Walch meinte, das Abschlagssystem scheine dem heuer beschlossenen zwar sehr ähnlich, der Teufel stecke aber im Detail. "Wenn jemand in einem Alter von 60 Jahren in Invaliditätspension geht, so würde er Abschläge von ungefähr 20 Prozent in Kauf nehmen müssen. Das ist das doppelte vom Beschlossenen. Denn wir Freiheitlichen haben eine Deckelung von 10 Prozent durchgesetzt."

Auch bei einem Frühpensionsantritt von 61,5 Jahren sei der nunmehrige Vorschlag eine Verschlechterung gegenüber dem heuer durchgesetzten. "Bei 61,5 Jahren zählt bei der Pensionsreform die 10-Prozent-Deckelung. Nach den Vorstellungen der Gewerkschaft würde aber auch hier ein Abschlag von stolzen 14 Prozent zum Schlagen kommen."

Vor allem aber treffe wirklich jeden die vom ÖGB vorgeschlagene lebenslange Durchrechnung. "Durch die FPÖ hat die Anhebung nun gestaffelt vor sich zugehen und die Durchrechnung wird bis 2028 auf maximal 40 Jahre angehoben. Das ÖGB-Modell sieht sie aber lebenslang vor", kritisierte der FPÖ-Vizechef. (APA)

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