Symantec bekommt zehn Millionen Dollar Schadenersatz

16. Oktober 2003, 09:26
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Erfolg im Prozess gegen Softwarepiraten

Sicherheitsspezialist Symantec hat seinem Kampf gegen CD Micro die Krone aufgesetzt und insgesamt zehn Mio. Dollar Schadenersatz erstritten. Diese Summe hat ein Bundesgericht in Oregon dem Unternehmen als Ausgleich für die Verletzung seiner Warenzeichen und Urheberrechte zuerkannt. Der Schiedsspruch folgte einem im Sommer ergangenen Urteil, in dem CD Micro in den Anklagepunkten für schuldig befunden wurde.

Gefälschte Software

Symantec hatte den Prozess gegen CD Micro bereits im April vorigen Jahres angestrengt, nachdem Spam-E-Mails des Unternehmens in Umlauf gekommen waren, in denen Symantec-Produkte auf einer Webseite zu extrem reduzierten Preisen zum Verkauf angeboten worden waren. Die angebotene Software war aber gefälscht.

Im Juli konnte der Sicherheitsspezialist eine Verurteilung von CD Micro wegen Verletzung von Urheberrechts- und Warenzeichen-Gesetzen durch den Verkauf gefälschter Software erreichen. CD-Micro-Chef Vincent Webb persönlich wurde dabei der Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden. Die nun festgesetzte Höhe des Schadenersatzes basiert auf den Gewinnen von mehr als drei Mio. Dollar, den CD Micro aus dem Verkauf der gefälschten Software lukriert haben soll. Da die Tat vorsätzlich begangen wurde, verdreifachte das Gericht den Schadenersatzanspruch.(pte)

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