Kamerahandys legen rasant zu

16. Oktober 2003, 09:28
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IDC erwartet Vervielfachung des Absatzes

Der Markt für Kamerahandys befindet sich auf einem steilen Höhenflug: Wurden im Vorjahr weltweit erst 19 Mio. dieser Mobiltelefone verkauft, so soll sich diese Zahl bis ins Jahr 2007 auf knapp 300 Mio. Stück vervielfachen. Dies berichtet das Marktforschungsinstitut IDC in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Allerdings hänge der tatsächliche Erfolg sehr stark davon ab, ob es gelingt, die User bei Features und Preis zufriedenzustellen.

Mehr als 21 Dollar pro Monat

So wollen laut Studie 44 Prozent der Befragten in den kommenden sechs Monaten ein Kamerahandy kaufen. Diese Gruppe ist auch bereit, zusätzlich mehr als 21 Dollar pro Monat für die Möglichkeit zu bezahlen, Fotos vom Handy aus zu verschicken bzw. zu empfangen. Allerdings, schreibt IDC, hört ein Drittel der User nach ein paar Monaten wieder auf, die entsprechenden Funktionalitäten zu nutzen. Die Steigerung der Konsumenten-Zufriedenheit sei also entscheidend, um tatsächlichen einen langfristigen Erfolg auf dem Kamerahandy-Markt zu erreichen.

Weniger Barrieren gefordert

Vor allem müssten die Barrieren für die Anwendung und den Gebrauch gesenkt werden, berichtet das Marktforschungsinstitut. "Wenn die Preise hoch sind und die Abonnenten von den Angeboten - Service oder Hardware - nicht überzeugt sind, verlieren sie schnell das Interesse", warnte IDC-Analyst Chris Chute. Bereits jetzt stellen sich einige Produzenten darauf ein und entwickeln einfach zu bediendende Geräte, bei denen nur ein paar Tasten notwendig sind, um Bilder aufzunehmen und zu versenden. Darüber hinaus gehen Hersteller zunehmend Kooperationen mit Mobilfunkprovidern ein, die dazu führen, dass Kamerahandys kostengünstig, wenn nicht gratis angeboten werden können. (pte)

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