Behandelte Fersenbeinbrüche

15. Oktober 2003, 12:42
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Erfolg moderner Operationsmethoden

Salzburg - Große Erfolge bei der Behandlung von Fersenbeinbrüchen vermeldet die Österreichische Gesellschaft für Unfallchirurgie (ÖGU), die in Salzburg ihre Jahrestagung abgehalten hat. Mit modernen Operationsmethoden könne man die Anatomie des Fersenbeins weitgehend wieder herstellen und die Beschwerden der Patienten nach einem Unfall stark reduzieren, erläuterte Helmut Breitfuß, Generalsekretär der ÖGU, bei einem Pressegespräch in der Mozartstadt.

Während es früher üblich war, den verletzten Fuß in Gips zu legen, wird heutzutage mit modernen Operationsmethoden vorgegangen: Man könne den Bruch völlig freilegen und das Fersenbein wie ein Puzzle wieder anatomisch korrekt zusammensetzen, erläuterte Breitfuß. Danach werde der Knochen mit Schrauben und Platten stabilisiert. Möglich sei auch eine Operation, die mit lediglich drei kleinen Schnitten auskomme. Dabei würden die Fragmente des Knochens mit Drähten wieder in die richtige Richtung gebracht, erklärte Harald Hertz, ärztlicher Leiter des AUVA-Unfallkrankenhauses Lorenz Böhler in Wien. Außerdem müsse man berücksichtigen, dass die Diagnostik heute viel besser sei. So könne man die Fraktur schon vor der Operation dreidimensional darstellen.

Unfallursache

Pro Jahr werden in Österreich rund 1.600 Fälle von Fersenbeinbrüchen registriert. Geändert hat sich die Unfallursache: Waren früher zu 80 Prozent Arbeitsunfälle für die Verletzung des Fersenbeins verantwortlich, sind es derzeit meist Freizeit- und Sportunfälle, nach denen Patienten in die Unfallchirurgie eingeliefert werden. Die Experten rechnen ferner damit, dass die Zahl der Brüche im Fußbereich in Hinkunft steigen werden: Die Menschen werden immer älter, es gebe zunehmend Probleme mit Osteoporose. (APA)

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